Freitag, 21. Juli 2017

Im Land des Donnerdrachens

von:
Gabi Mett

Nun sind wir schon fast zwei Monate wieder zu Hause und doch denken wir täglich an die Eindrücke, Erlebnisse und Bilder aus Bhutan. Judith und ich sind in vieler Hinsicht noch mit unserer Reise in das Land des Donnerdrachens beschäftigt. Das Sichten der Fotos war und ist nur ein, wenn auch sehr großer Teil, davon. So hat auch unser Bericht hier auf dem Blog auf sich warten lassen, aber es ist nicht einfach, diesen intensiven Monat auf einige wenige Zeilen zu reduzieren. Lassen Sie sich überraschen, was wir zu berichten haben.

Wir hatten die Aufgabe, an der Choki Traditional Art School zwei Lehrerinnen und 19 StudentInnen aus der Näh- und Schneiderklasse kreative textile Techniken zu vermitteln, die vielfältigen Möglichkeiten der Nähmaschinen aufzuzeigen und neue Produkte zu entwickeln, die im Schulshop verkauft werden können. Der Shop wird von vielen Touristen besucht, die gerne ein Souvenir mitnehmen. Mit den Produkten versucht die Schule, da sie nicht vom Staat finanziell unterstützt, sondern auf rein privater Basis geführt wird, unabhängiger von Sponsoren zu werden. Zur Zeit wird sie von der Fontana-Stiftung aus der Schweiz und dieses Kreativprojekt außerdem noch von der Peter-Ustinov-Stiftung gefördert.

Die Reise ging bei mir schon zwei Tage vor dem eigentlichen Flug los. Um 8.10 Uhr stand ich an der S-Bahn in Essen-Werden um in die Schweiz zu reisen. Dort waren mit Judith die letzten Reisevorbereitungen zu treffen und das Gepäck gut zu organisieren. In unserem Handgepäck fanden sich alle unsere Unterrichtsvorbereitungen, denn die mussten wir ja so schnell wie möglich zur Hand haben, wenn wir mit dem Unterrichten starten sollten. Sonntags ging es dann mit dem Flieger nach Delhi, von dort weiter über Katmandu nach Paro, dem, so heißt es, Flughafen mit dem schwierigsten Anflug weltweit. Man muss fast vom Himmel fallen, um punktgenau zwischen den Gebirgen landen zu können. Der Blick aus dem Flugzeug zeigte eine Landschaft, die nur aus begrünten Bergen zu bestehen schien. Manchmal waren Wege und Straßen, auch Häuser oder kleine Orte zu sehen.

Blick auf Bhutan


Wir sind angekommen. Beim Verlassen des Flugzeugs schauen wir in diese grüne Berglandschaft und zu einem Flughafengebäude, das den typischen bhutanischen Architekturstil zeigt. Es ist gesetzlich festgelegt, dass jedes Gebäude, das neu erbaut wird, den Stil zitiert. Dazu gehört die Holzverarbeitung und die Bemalung der Gebäude innen und außen. Die Malereien werden von Hand durchgeführt, kein Wunder, dass die Ausbildung zum Maler so wichtig ist.

Der Flughafen
 
 
Das Flughafengebäude
 

Vor dem Flughafengebäude werden wir herzlich willkommen geheißen von Sonam Choki, der Schulleiterin der Choki traditional Art School und von Chey Chey, der Kreativlehrerin, die schon am Kurs mit Pia Welsch im Oktober 2016 teilgenommen hatte und bei ihr in Deutschland in die Geheimnisse des Patchwork noch intensiver eingewiesen worden war.

Chey Chey und Sonam Choki


Von Paro ging es mit dem Auto in Richtung Thimphu, der Hauptstadt von Bhutan.


Blick auf Thimphu
 

Sie hat ca 80000 Einwohner und ist eine lebendige und stark expandierende Stadt. Auf dieser Fahrt bekamen wir erste Eindrücke von den kurvenreichen Straßen und der besonderen Fahrweise in diesem Land. Schlaglöchern geht man aus dem Weg, indem man die Straßenseite von links nach rechts wechselt, und kurz bevor man mit einem entgegenkommenden Wagen kollidiert, wieder zurück auf seine Seite lenkt. Da in diesem Land nicht sehr schnell gefahren wird, passieren keine Unfälle, auch wenn wir manchmal bei diesen Manövern die Augen schließen mussten. Sonam Choki erzählte uns schon Wichtiges über die Schule und Interessantes über das Land. In Thimphu wurden wir dann zu unserem Apartment gefahren.

In Pattere befindet sich unser Apartment



Dort hatten wir dann erst einmal Zeit anzukommen, die Koffer auszupacken und uns einzurichten. Abends folgte dann ein gemeinsames Essen in einem Restaurant der Stadt.

 Am nächsten Tag wurden wir abgeholt und zur Schule gefahren.

Auf dem Weg zur Schule



Eine große Klosteranlage, ebenfalls auf diesem Weg
 
 
 
Beeindruckende Aussichten
 
 
 
Ein Schulgebäude
 
 
 
Blick auf den Campus
 
 
 
auch hier wie überall - Hunde
  
 
Dort wurden wir in einer kleinen Zeremonie willkommen geheißen und allen Lehrern und Schülern vorgestellt. Ein Gang durch die einzelnen Schulgebäude und Klassen machte uns mit unserem „Arbeitsplatz“ vertraut. Nachdem wir auch unsere StudentInnengruppe kennengelernt hatten, war es notwendig, sich über Werkzeug und Material zu informieren. Die Dinge, die fehlten, wurden nachmittags in den entsprechenden Geschäften wenn möglich eingekauft, ebenso Lebensmittel für unser Frühstück und Abendessen. Ausserdem konnten wir auf der Hauptstraße eine große Anzahl von kleinen Verkaufsständen in Augenschein nehmen, in denen Souvenirs an Besucher der Stadt verkauft wurden.


In Stoffgeschäften
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In der großen Markthalle - Abteilung Gemüse
 
 
 
Käse? Wir haben es nicht probiert
 
 
Gewürze
 


Reisgebäck
 
 
Auf der Hauptstraße mit den Verkaufsständen
 


Unsere Zeit unterlag nun einem intensiven Programm: Nach der Fahrt zur Schule begann der Unterricht um 9.00 Uhr. Bis 16.30 Uhr haben wir dann unterrichtet mit einer Stunde Mittagspause, in der wir immer frisch „bekocht“ wurden. Zurück in unserem Apartment haben wir auf der kleinen Bank vor unserem Haus eine Pause eingelegt.


 
 

Und nach dem Abendessen ging es dann mit den Vorbereitungen für den nächsten Tag weiter.


In der nächsten Woche werden wir Ihnen dann die Schule mit den einzelnen Ausbildungsklassen vorstellen.


P.S : Leider ist Judith nicht auf den Fotos zu sehen. Sie hat nämlich die meiste Zeit fotografiert. Ihr gilt ein großes Dankeschön an dieser Stelle. Aber ich verspreche, auch sie wird noch zu sehen sein.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Eine Ausnahme! Ein Kommentar!

von:
Gabi Mett

Heute möchte ich gerne einen Kommentar veröffentlichen, der so in der "Kunstzeitung" zu lesen war.
Ausgabe Juli 2017 Seite 11:

Flechtwerk statt Netzwerk

Die Verflüchtigung greifbarer Wirklichkeit im digitalen Bilderrauschen ruft derzeit Handgearbeitetes und Handfeste verstärkt auf den Plan. Das jedenfalls legt die 57. Venedig-Biennale nahe., die das Publikum buchstäblich in ein alles umgarnendes Gewebe der Texturen und Textilien verstrickt. Tapisserien und Makramee-Verschlingungen, überdimensionierte bunte Wollknäule, Gesticktes, Genähtes und weitere ganz konkrete Fäden durchziehen Christine Macels internationale Ausstellung "Viva Arte Viva", zeigen sich aber auch in anderen Präsentationen. Im Arsenale verdichten sich die textilen Materialien parallel zu interaktiven, prozessualen und performativen Works-in-Progress, die den Geist der 1960er und 70er Jahre heraufbeschwören: Rückgriff auf eine Ära, in der subversive Kreativität und die Authentizität des Selbstgefertigten gegen konsumgesteuerte Massenproduktion und Gesellschaftsnormen zum Einsatz kamen.
In "The Mending Project", einer Installation bunter Garnspulen, repariert der thailändische Künstler Lee Mingwei defekte Besucherkleidung, die so in die Arbeit einbezogen wird. Der aus Manila stammende Künstler David Medalla lädt Betrachter ein, zu seiner Mega-Stickerei " stitch in time" beizutragen. Nadel und Faden setzen auch in den Stoffbüchern und-Bildern der sardischen Künstlerin Maria Lai schwungvolle Zeichen. Und die leuchtenden Wandformationen des in Fulda geborenen Verfechters eines handlungsorientierten Skulpturbegriffs, Franz Erhard Walter, der mit dem Goldenen Löwen als bester Künstler ausgezeichnet wurde, fordern zum Weiterdenken in textilen Bahnen auf. Teresa Lanceta hat sich in ihren genähten und bemalten Stoffarbeiten von marokkanischer Textilkunst inspirieren lassen. Und Sheila Hicks wiederum bezieht sich in ihrer vielfarbigen Ballung aus natürlichen und synthetischen Faserbäuschen auf textile lateinamerikanische und präkolumbianische Traditionen. Selbst die schwebende Versammlungsstätte des brasilianischen Künstlers Ernesto Neto, die als Herzstück des Arsenale-Parcours im "Pavillon der Schamanen" zu spirituellen Ritualen einlud, lässt an organisches Gewebe denken.
Die Künstler präsentieren jede Menge Flechtwerke statt medialer Netzwerke. Das scheint in Venedig dieses Jahr die Devise zu sein, wobei textile Verwobenheiten auch bei der documenta 14 gehäuft auftreten. Der von unsichtbaren Finanzströmen vorangetriebenen Globalisierung steht die zeiten- und länderübergreifende Vernetzung im substantielleren Medium gegenüber. Im transkulturellen textilen Dialog offenbaren sich die tieferen Verflechtungen: ein World Wide Web, das als stofflich-ästhetische Matrix Verbindungen schafft, wo potentiell alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Belinda Grace Gardner

Freitag, 14. Juli 2017

Tapisserien



                                          

Gästeblog aus der Reihe von Teximus 2 von Catherine Labhart


Ich habe ursprünglich Biologie studiert und anschliessend etliche Jahre in der universitären Grundlagenforschung mitgearbeitet.
Als Tapisserie-Weberin bin ich Autodidaktin.
Vor 30 Jahren zeigte mir eine damals über 80 jährige Handarbeitslehrerin wie ein Flachwebstuhl eingerichtet wird. Anschliessend durfte ich meinen ersten Tapisserie-Entwurf  auf dem Hochwebstuhl einer ausgebildeten Handweberin realisieren. Von ihr habe ich viele Grundbegriffe gelernt. Weiteres Wissen holte ich mir durch das Studium von Büchern und Zeitschriften, durch Ausstellungsbesuche und in wenigen Freizeitkursen.

 
Relief VII       22 x 22 cm

Das Wichtigste für meinen Werdegang als Tapisserie-Weberin waren neben dem Selbststudium von Anfang an das Arbeiten am eigenen Hochwebstuhl und das Gespräch mit den Weberinnen einer Regionalgruppe der Schweizerischen Interessengemeinschaft Weben, IGW. In dieser Gruppe war ich zwar fast immer die einzige, die am Hochwebstuhl arbeitet, aber ich erhielt dort die Möglichkeit, meine Tapisserien in Gruppen-Ausstellungen zu zeigen. Da dies meist thematische Ausstellungen waren, wurde ich immer wieder durch nicht selber gewählte Themen herausgefordert, was sehr lehrreich war. Über diese Ausstellungen lernte ich auch andere Tapisserie-Weberinnen persönlich kennen. Der Austausch mit ihnen, und weiterhin mit meinen Kolleginnen aus der Regionalgruppe, ist mir nach wie vor sehr wichtig.

 
Weiss mit Schatten I       65 x 65 cm


Mich fasziniert das Spiel des Lichts auf der Oberfläche meiner Tapisserien, besonders auch die feinen Schatten, welche technisch bedingte Unebenheiten im Gewebe werfen. So ist eine Serie roh-weisser Studien in verschiedenen Tapisserie-Webtechniken entstanden.

Ebenso gern arbeite ich mit Farben und lote dabei die Möglichkeiten aus, die meine Technik mir eröffnet, auf die sie mich aber auch beschränkt in ihren Anklängen an den Pointillismus in der Malerei. Gerne gestalte ich subtile Farbübergänge und versuche so, eine Tiefenwirkung im Bild zu erzielen.

 
Kalenderblatt II       47.5 x 21 cm

Ich arbeite heute praktisch ausschliesslich mit Seide und verwende mehrfache, feine, meist farblich gemischte Schussgarne.
Ich setze mehr oder weniger klassische Tapisserie-Webtechniken ein, nehme mir dabei aber Freiheiten heraus, wo immer dies der Bild-Gestaltung dient oder mir die Arbeit erleichtert. So webe ich meine Tapisserien z.B. nicht von der Rückseite her.

 
Vals IV       65 x 65 cm

Ich habe auch schon auf Auftrag gearbeitet, ziehe es aber vor, meine ganz eigenen Ideen zu verwirklichen. Noch nie habe ich nach fremdem Entwurf gewebt und auch noch nie an einem Gemeinschaftsprojekt mit gearbeitet. Ich gebe auch keine Kurse, da mir dazu jegliche Ausbildung und Legitimation fehlt.

 
Vals V       65 x 65 cm

Ich habe das Gefühl, dass manche Tapisserie-Weberinnen eher Einzelgängerinnen sind. Vielleicht hat das damit zu tun, dass man während der langsamen Arbeit am Hochwebstuhl überhaupt nicht mobil ist, und dass die Arbeit hohe Konzentration erfordert, während sie gleichzeitig etwas sehr Stilles und Meditatives an sich hat.

 
Schwarz       65 x 65 cm

Durch die folgende, roh-weisse Tapisserie bin ich aufmerksam geworden auf die feinen Schatten, welche technisch bedingte Unebenheiten im Gewebe werfen.


Weiss       65 x 65 cm



Immer wieder habe ich erlebt, dass meinem Arbeitsgebiet mit Skepsis begegnet wird. Sicher liegt dies teilweise daran, dass der Begriff "Tapisserie" so wenig geläufig ist. Durch die erklärende Umschreibung "gewebte Bilder" wird man dann sofort in den Bastel-Handarbeits-Bereich abgedrängt und nicht mehr ernst genommen. Dies ist mir ansatzweise sogar mit der Kunstkommission einer Gemeinde passiert, als ich mich für eine Ausstellung bewarb, die für ortsansässige Hobby(!)-Künstler ausgeschrieben war.
Heute scheint mir, dass Interesse und Verständnis für textile Kunst langsam zunehmen, und ich stelle auch fest, dass der Begriff nicht nur von professionellen Veranstaltern recht weit gefasst und eher als eine eigenständige Kunstgattung gewertet wird, als dies früher der Fall gewesen sein mag.


 
Reflexion III       65 x 65 cm


Titel des Bildes vom Wordless Wednesdy Reflexion II       65 x 65 cm 

Weiter Tapisserien finden Sie auf meiner Homepage       labhart-tapisserien.ch

Freitag, 7. Juli 2017

FOurtextilER

von Grietje van der Veen


Nach vielen Jahren Abstinenz bin ich wieder mal zu den Patchworktagen der Deutschen Gilde gegangen. Sie fanden dieses Jahr Anfang Juni in Fürth statt, einer schönen Kleinstadt in der Nähe von Nürnberg. Ich wollte alte Bekannte treffen und zugleich auch Nürnberg kennen lernen. Wir haben tatsächlich alles Sehenswerte dieser Stadt in einem Tag geschafft. Das Wetter war auch ein Traum. Ja, wenn Engel reisen …

Ich will hier nicht über alle Ausstellungen, die ich in Fürth gesehen habe, schreiben. Das überlasse ich Gudrun Heinz, die immer kompetent die Presse repräsentiert. Ich picke mir – wie schon in Birmingham und Val d’Argent - immer eine Ausstellung raus, die mich aus irgendeinem Grund gefällt und berührt.

Diesmal ist es die Ausstellung der Gruppe FOurtextilER, bestehend aus vier Quilterinnen, von denen ich eine kannte, weil sie schon mal einen meiner Kurse besucht hatte. Die Damen haben sich alle Zeit genommen, uns die Exponate in ihrer Ausstellung zu erklären.

Wie sie zu ihrem Gruppennamen gekommen sind, erklären sie auf ihrer Website: „weil zwei von uns in/bei FO (= Autokennzeichen Forchheim) wohnen, four = weil wir vier Frauen sind, textil = weil wir mit Stoffen arbeiten, weil die anderen beiden in/bei ER (= Autokennzeichen Erlangen) wohnen.“

Die Mitglieder sind: Sabine Aly, Dozentin für textile Kunst; Bärbel Breuninger, Lehrerin Textiles Gestalten; Maria Kreiss, aktiv in mehreren Textilkunst-Gruppen wie „Alküns“, der Herzogenauracher Gruppe „Quilting Bee“; und Elfi Martschinke, meine ehemalige Kursteilnehmerin.

Was mich beeindruckt, ist die Zusammenarbeit der Gruppenmitglieder. Es werden Gemeinschaftsarbeiten gezeigt, die aber trotzdem die Individualität der einzelnen Künstlerinnen zum Ausdruck bringen. Unter dem Thema „Urlaubserinnerungen“ wurden Fotos von Urlaubsreisen als Grundlage genommen. Jede Teilnehmerin wählte ein Foto aus ihrer Sammlung aus und bestimmte einige Vorgaben zur Umsetzung, damit zum Schluss ein harmonisches Ganzes entsteht. Zitat: «Nach Fertigstellung gingen diese vier Arbeiten an die ursprüngliche Initiatorin zurück. Somit hatte jede am Ende des Projektes eine Gemeinschaftsarbeit seiner Urlaubserinnerung.“

Als Bedingungen für die Arbeiten galten:
- das Teil musste bis zu einem festgelegten Termin fertiggestellt sein
- die Erstellung erfolgt nach den Wünschen jeder Einzelnen.
Die Teilnehmerreihenfolge wurde per Los bestimmt.

Das erste Werk zeigt die Urlaubserinnerung von Sabine Aly. Sie wählte ein Bild aus Schweden, schnitt es in vier Teile und verlangte, dass alle den ihnen zugeteilten Abschnitt in einer Grösse von 75x 27 cm umsetzt. Die Technik wurde freigestellt, aber das Teil sollte ohne Bindung an Sabine zurückgegeben werden.


Die Vorlage
Das Ergebnis: Von links: Maria, Bärbel, Elfi, Sabine
Die Arbeit von Maria Kreiss
Die Arbeit von Bärbel Breuninger
Bärbel Breuninger schickte ihren Kolleginnen eine Postkarte aus Norwegen und verlangte von ihnen ihre persönliche Interpretation des Motivs.
Sie wünschte sich:
- ein Endmaß von 59 x 26 cm,
- freie Technik, aber die abgebildete Person musste mit drauf!
- Binding und Monogramm

Die Vorlage

Das Ergebnis. Von links Sabine, Bärbel, Maria, Elfi

Arbeit von Elfi Martschinke
Sabine hat eine weitere - schwarzweisse -  Interpretation gemacht. Sie wurde aber nicht in die Gemeinschaftsarbeit integriert, sondern einzeln in der Ausstellung gezeigt.
Vorlage Peru
Nun der Vorschlag von Maria Kreiss, ein Foto aus Peru 
Ihre Wünsche lauteten:
- Endmaß 40 x 40 cm
- freie Wahl der Umsetzung
- unsichtbares Binding


Das Ergebnis.
die einzelnen Werke:
Elfi Martschinke
Maria Kreiss
Sabine Aly
Bärbel Breuninger
Hier zeigen sich die unterschiedlichen Handschriften der Künstlerinnen am deutlichsten.

Auch Elfi Martschinke schnitt ein Foto aus ihrem Urlaubsort "Spreewald" in vier gleiche Abschnitte.
 Sie wünschte sich
- ein Endmaß von 80 x  90 cm
- dass die Umsetzung aller vier Teile zusammen harmonieren und ein einheitliches Ganzes ergeben sollen, daher keine sehr freien und extravakanten Techniken, sondern eine möglichst naturgetreue Nacharbeit des Fotos
- eine Binding

Die Vorlage



Das Ergebnis. Von links:
Elfi
Maria
Nebst den Urlaubserinnerungen gab es noch einige weitere Gemeinschaftsarbeiten. So „Vasenvariationen“ und „Gärten der Fantasie“. Für Letztere wurde Stoff mit Procion MX über Schnee gefärbt und danach in vier Teile geschnitten. Jede betonte die Formen, die sie in ihrem Teil entdeckte, mit dichten Quiltlinien.
"Gärten der Fantasie" von oben links nach unten rechts:
Bärbel, Maria, Elfi, Sabine
"Vasenvariationen", von links: Maria, Bärbel, Elfi, Sabine
Zur Abrundung gibt es noch von jeder Künstlerin ein Einzelwerk:
"Fernweh" von Bärbel Bräuninger, eine "threadpainting"- Arbeit
"Fränkische Schweiz" von Sabine Aly
"Hektik in der Grossstadt" von Elfi Martschinke
"Herbst im Park" von Maria Kreiss
Die Gruppe ging Mai 2016 erstmals mit einer Ausstellung an die Öffentlichkeit und fand auch in der Presse eine gute Resonanz. Die Artikel kann man auf ihrer Website www.fourtextiler.de nachlesen

Sie wurde im Patchwork Professional 03/2016, S. 54 – 57, sowie zweimal im Patchworkgildeheft dargestellt: Patchworkgilde Nr. 110, S 34 + 35 und Nr. 121, S 45 - 47. Ein toller Erfolg für eine so junge Gruppe.